VÖPP-Akademie: Flüchtlingsaktion "Wissen hilft"

Wien/Österreich (OTS) - Unter der Devise: „Wissen hilft“ ist es der Akademie der Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP) gelungen, spontan und bedarfsorientiert einen nachhaltigen Beitrag zur derzeitigen Flüchtlings- und Migrationssituation zu leisten.

Die VÖPP-Akademie veranstaltet im Rahmen ihres Referats für „Interkulturelle Bildung“ kostenfrei einen eintägigen Workshop unter dem Titel „In den Schuhen des Orients“ für alle Interessierten, denen es ein Anliegen ist, privat oder im beruflichen Bereich Basisinformationen über den Nahen Osten zu erhalten. Der Workshop vermittelt sowohl Einblicke in Geografie, Religion, ethnische Verhältnisse, als auch in grundsätzliche Werte und Umgangsformen des Alltags.

Damit wird ein erster Schritt zu einer reflektierten Begegnung zwischen Einheimischen und Ankommenden möglich, Missverständnisse können in neugierige Fragen zwischen den Kulturen umgewandelt werden. Die VÖPP-Akademie bietet mit diesem Sponsoring einen wertvollen und entschlossenen Beitrag zur Verständigung durch Verstehen. Darüber hinaus werden zahlreiche weitere Vorträge und Seminare zum Themenbereich angeboten, die von den Auswirkungen der Flucht auf die Betroffenen bis zu gesundheitlichen Gewohnheiten und Bedürfnissen der einwandernden Bevölkerung reichen.

Das Programm entnehmen Sie der Homepage der VÖPP-Akademie (akademie.voepp.at).

Für den Inhalt verantwortlich:
Mag. Dr. Eva Schebach
Referatsleitung „Interkulturelle Bildung“
Tel: 0676 9308513

Rückfragehinweis:
VÖPP - Vereinigung Ö. Psychotherapeutinnen und -therapeuten
Dr. Heinrich Bartuska
Vizepräsident VÖPP
069914786170
heinrich.bartuska@chello.at
www.voepp.at/

Link zur Aussendung:
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20151203_OTS0221


Ungleichbehandlung psychisch Erkrankter

Finanzielle Benachteiligung seit vielen Jahren!

Wien/Österreich (OTS) - Es ist eine unbestrittene und unbestreitbare Tatsache, dass psychische Erkrankungen im Steigen begriffen sind. Die WHO stellt fest, dass 2020 die Depression die am meisten gestellte Diagnose sein wird. Trotzdem kämpfen wir als Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP) seit vielen Jahren um eine Sicherstellung umfassender Versorgung für diese Betroffenen.

Zum Einen gibt es keinen Gesamtvertrag, der bedeuten würde, dass jeder bzw. jede Betroffene Zugang zu einer psychotherapeutischen Behandlung hätte - wie dies bei körperlichen Erkrankungen selbstverständlich der Fall ist. Es gibt je nach Bundesland unterschiedliche Kontingente an Psychotherapiestunden, die den Betroffenen von den Krankenkassen zur Verfügung gestellt werden, leider nicht in genügendem Umfang.

Zum Anderen können PatientInnen in privater psychotherapeutischer Behandlung um einen Kostenzuschuss ansuchen, der allerdings seit 1991 völlig gleich geblieben ist! Während PatientInnen, die wegen körperlicher Beschwerden einen Wahlarzt aufsuchen, selbstverständlich 80% des Kassentarifs retourniert erhalten, müssen sich PsychotherapiepatientInnen, besonders die bei den Gebietskrankenkassen versichert sind, mit 40% des Kassentarifs zufrieden geben. Und dies, obwohl die Zahl der psychisch Erkrankten stetig steigt und bereits die österreichische Wirtschaftsleistung um 3,6% verringert. Eine löbliche Ausnahme stellt die BVA dar, die nahezu 80% des Kassentarifs als Kostenzuschuss refundiert.

Dr. Jutta Fiegl, Präsidentin des VÖPP

Rückfragen & Kontakt:

VÖPP - Vereinigung Ö. Psychotherapeutinnen und -therapeuten
Dr. Heinrich Bartuska
Vizepräsident VÖPP
069914786170
E-Mail: heinrich.bartuska@chello.at
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VÖPP
Elisabeth Töpel Büroleitung
Lustkandlgasse 3-5/ Ecke Achamergasse
1090 Wien
Tel.: 0664 922 3 222

Link zur Aussendung:
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20151007_OTS0189


Psychische Erkrankungen: Psychotherapie wird nur gering refundiert!

Wien (OTS) - Nach einem Bericht der OECD sind die psychischen Erkrankungen in den letzten Jahren enorm gestiegen. Dies belegen Krankenstände und die steigende Zahl der Invaliditätspensionen aus psychischen Gründen. Dieser Umstand bedeutet eine hohe ökonomische Belastung für die Wirtschaft. Die OECD weist in diesem Zusammenhang darauf hin, wie wichtig die Enttabuisierung der psychischen Erkrankungen sei, damit Betroffene ermutigt werden, frühzeitig professionelle Hilfe aufzusuchen. Die Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP) weist seit Jahren auf dieses Problem hin. Enttabuisierung hat - auch durch die Hilfe der Medien und der Krankenkassen - zu einem Teil bereits stattgefunden. Das Problem liegt jedoch in der Finanzierung der psychotherapeutischen Behandlung. Leider kam es nie zu einem Gesamtvertrag mit den Krankenversicherungsträgern, sondern in den Bundesländern wird die Kostenübernahme sehr unterschiedlich geregelt - es stehen nicht genügend Krankenkassenplätze für psychisch Leidende zur Verfügung. Ein wichtiger präventiver Schritt wäre auch, ein bis zwei Stunden zur psychotherapeutischen Diagnostik in die Gesundenuntersuchung einzubauen. Dies würde ermöglichen, Risiken frühzeitig zu erfassen, Verschlimmerungen und Chronifizierungen zu vermeiden.

Rückfragen & Kontakt:

VÖPP - Vereinigung Ö. Psychotherapeutinnen und -therapeuten
Dr. Heinrich Bartuska, Vizepräsident VÖPP
Mobil: 069914786170,
E-Mail: heinrich.bartuska@chello.at
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VÖPP
Elisabeth Töpel Büroleitung
Lustkandlgasse 3-5/ Ecke Achamergasse, 1090 Wien
Tel.: 0664 922 3 222

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http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20151005_OTS0011


VÖPP gratuliert neuem Hauptverbandsvorsitzenden Peter McDonald

Wien (OTS) - Die Präsidentin der Vereinigung Österreichischer
Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP), Dr. Jutta Fiegl,
gratuliert Peter McDonald herzlich zur Wahl zum Verbandsvorstand der
österreichischen Sozialversicherungen. Peter McDonald hat sich schon
als Obmann-Stellvertreter der Sozialversicherungsanstalt der
gewerblichen Wirtschaft (SVA) für eine bessere Versorgung von
psychisch erkrankten Menschen eingesetzt. Vor diesem Hintergrund
freut sich die VÖPP auf eine gute Zusammenarbeit im Sinne der
österreichischen Bevölkerung und einen gewissenhaften Ausbau des
Angebots von kassenfinanzierter Psychotherapie.

Ein wichtiger Punkt wird in naher Zukunft auch die Anhebung der seit
über 20 Jahren nicht angepassten Teilrefundierung für Psychotherapie
in der Höhe von 21,80 sein. Hier ist die Versicherungsanstalt
öffentlicher Bediensteter (BVA) mit 1.November diesen Jahres mit
gutem Beispiel vorangegangen und hat den refundierten Tarif für ihre
Versicherten auf 40.- erhöht. Es besteht die Hoffnung, dass der
Hauptverband unter Peter McDonald für eine faire Lösung für ALLE
Versicherten der österreichischen Sozialversicherung sorgen wird.

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Rückfragehinweis:
Dr. Jutta Fiegl

office@voepp.at
Tel.: 0664/9223222
1090 Wien, Lustkandlgasse3-5/TOP 2-4
www.voepp.at/
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Link zur Aussendung:
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20141022_OTS0045


Öffentlichkeitsarbeit und Medienservice

Für Journalistinnen/Journalisten und Medien freuen wir uns, Ihnen ein umfangreiches Presseservice anzubieten zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte jederzeit an Elisabeth Töpel unter office@voepp.at.

In diesem Bereich unserer Webseite finden Sie alle bisherigen Presseaussendungen und aktuelle Nachrichten über die VÖPP.

Die gesammelten Aussendungen der OTS APA zur VÖPP finden Sie hier.

Alle Informationen & Fotos können unter Berücksichtigung der Urheber- & Copyrightrechte gerne für journalistische Zwecke verwendet werden, jeglicher Weiterverkauf und Weitergabe ist aber untersagt.

Bilder & Logo

Dr. Jutta Fiegl (Präsidentin)Dr. Heiner Bartuska (Vizepräsident und Schriftführer)Elisabeth Töpel (Kassiererin)Logo

Über VÖPP

VÖPP, die Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, wurde 2009 als neue Kraft für die Psychotherapieentwicklung in Österreich ins Leben gerufen. Der Verband hat sich zum Ziel gesetzt, bedarfsorientiert für die tätigen
Kolleginnen und Kollegen zu arbeiten, deren Interessen zu vertreten und dabei Bewährtes mit Neuem zu verbinden. Die VÖPP veranstaltet Referate zu fachlichen und berufspolitischen Themen und lädt ihre Mitglieder zum Mitgestalten ein. Neben Fort- und Weiterbildung komplettieren Rechts- und Praxisgründungsberatung das umfassende
Mitgliederservice.

www.voepp.at

Das Präsidium:
Univ.-Doz. Dr. Jutta Fiegl, Dr. Heinrich Bartuska, Mag. Eva Schebach, Elisabeth Töpel


Pressearchiv

 

Psychologengesetz 2013 geändert!

Wien (OTS) - Die Regierungsparteien reagieren auf alle sachlichen Kritikpunkte am Psychologengesetzentwurf 2013. In einem Initiativantrag haben die Gesundheitsprecher Oberhauser und Rasinger kleine Korrekturen vorgeschlagen, die vom Gesundheitsausschuss gestern beschlossen wurden.

Nicht eingegangen wurde auf polemische Kritik und geschürte Ängste. Psychotherapeuten des ÖBVP wollten die Novellierung des PG-2013 verhindern. Dazu wurde eine Bedrohung der psychotherapeutischen Berufsausübung konstruiert und in übertriebener Art und Weise dargestellt.

Die sachlichen Kritikpunkte der VÖPP wurden hingegen zur Gänze aufgenommen und im Initiativantrag umgesetzt. Deutlicher wurde gemacht, dass die Berufsausübung der Ärzte, Psychotherapeuten, Musiktherapeuten u. a. von diesem Gesetz in keiner Weise betroffen ist. Sowohl die Übergangsfristen als auch die zu hohen Haftungssummen wurden korrigiert.

Die Psychotherapeutischen Methoden sollen nach dem PthG 1990 auch in anderen Berufen die Qualität der Beziehungsarbeit verbessern, eben so auch bei den klinischen Psychologen und Gesundheitspsychologen.

Wozu die Aufregung?

Wien (OTS) - Die VÖPP sieht im Entwurf zur Novellierung des Psychologengesetzes 2013 keine Gefahr für PsychotherapeutInnen. Aus dem Entwurf geht hervor, dass die psychotherapeutische und ärztliche Tätigkeit dadurch unberührt bleibt.

Verbesserungsvorschläge der VÖPP betreffen zum Beispiel einige Punkte der Ausbildung oder die Erhöhung der Haftpflichtversicherung und sind der zuständigen Behörde bekanntgegeben worden.
Es wurde auch von parlamentarischer Seite versichert, dass Kritikpunkte aufgenommen werden und es noch zu Klarstellungen und Nachschärfungen kommen wird.

Es ist erfreulich, dass nach so langer Zeit endlich auch die PsychologInnen ein Ausbildungsgesetz erhalten in dem Klinische Psychologie und Gesundheitspsychologie besser abgegrenzt werden. Das Betätigungsfeld der PsychotherapeutInnen bleibt durch dieses Gesetz ausdrücklich unberührt.

Burnout lässt die Wiener Seele brennen

Über tausend Wiener und Wienerinnen informierten sich bei der Publikumsmesse "Die Seele brennt" am Samstag, den 13. April 2013 über die Ursachen, Prävention und Behandlung von Burnout.

Wien (OTS/voepp) - Burnout ist ein Thema, das die Menschen bewegt. Das verdeutlicht der hohe Besucherandrang der Publikumsmesse "Die Seele brennt. Burnout und Überforderung", die am Samstag, den 13. April 2013 im Wiener Novomatic Forum stattgefunden hat. Diese Publikumsmesse wird jährlich von der Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP) zu einem aktuellen Thema veranstaltet.

Ein wichtiger Bestandteil dieser kostenlosen Publikumsmesse waren Vorträge von Burnout-Experten unterschiedlicher Fachbereiche wie u.a. der Psychotherapie, Medizin oder Coaching. Im Zuge dieser Vorträge erhielten die über tausend Messebesucher detaillierte Informationen zu Burnout, seinen Auswirkung auf Geist und Körper, Ursachen, Risikofaktoren und mögliche präventive Maßnahmen. Darüber hinaus wurden nicht nur Zahlen und Fakten zu Burnout in Österreich geliefert, sondern die Referenten beschäftigten sich auch mit der positiven Wirkung von Ernährung und Bewegung auf unsere Seele. Weiters präsentierten zahlreiche Messeaussteller ihr Angebot im Bereich Psychotherapie, Ausbildung, Beratung, Behandlung und Burnout Prävention.

Podiumsdiskussion: "Burnout ist mehr als eine Modererscheinung"

Die abschließende Podiumsdiskussion zum Thema "Burnout - Krankheit oder Modeerscheinung?" verdeutlicht, dass Burnout viel mehr ist als nur ein kurzfristiges Phänomen. Das Risiko an Burnout zu erkranken, wird auch in Österreich künftig weiter steigen. Daher ist es für jeden Einzelnen wichtig, präventive Maßnahmen gegen diese Erkrankung zu setzen. So können beispielsweise die richtigen Ernährung und die Zufuhr von bestimmten Mikronährstoffen unser körperliches Befinden und die seelische Gesundheit positiv beeinflussen. Damit verringert sich auch das Risiko an Burnout zu erkranken. Auch die Bewegung sollte nicht vernachlässigt werden.

Psychotherapie als Ausweg aus dem Burnout

Tritt Burnout trotzdem auf, kann die Psychotherapie der richtige Ausweg sein. "Psychotherapeuten begleiten Betroffene auf ihrem Weg aus der Erkrankung. Wir sind aber auch stets bestrebt, unseren Teil dazu beizutragen, dass Burnout überhaupt nicht auftritt. Dieses Ziel verfolgten wir auch im Zuge der Publikumsmesse: wir wollten die Wiener und Wienerinnen noch stärker für das Thema Burnout sensibilisieren und besser informieren. Die hohe Besucheranzahl der Messe gibt uns recht und zeigt, dass sich die Menschen mehr Informationen zu Burnout und der Prävention und Behandlung der Erkrankung wünschen", resümiert Dr. Jutta Fiegl, Präsidentin der Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP) die Veranstaltung. Diesen Weg wird die VÖPP auch bei ihrer Publikumsmesse im nächsten Jahr weiter verfolgen. "Auch 2014 werden wir wieder ein Thema behandeln, das die Wiener und Wienerinnen bewegt", verspricht Fiegl.

Die Themen der Vorträge und alle Referenten der Publikumsmesse "Die Seele brennt. Burnout und Überforderung" finden Sie unter: www.psychotherapiemesse.at

Über VÖPP

Die VÖPP ist ein Berufsverband von Österr. PsychotherapeutInnen, gegründet 2009 in Wien. Sie versteht sich als Gesprächs- und Diskussionsplattform für PsychotherapeutInnen, PolitikerInnen und angrenzende Berufe, u.a. mit dem Ziel in Österreich mehr finanziell leistbare Psychotherapie zu installieren. Ein weiterer berufspolitischer Schwerpunkt liegt darin, den Nutzen von Psychotherapie auch für die Wirtschaft aufzuzeigen. Ein breitgefächertes Angebot an Fort- und Weiterbildung ermöglicht es den Mitglieder und Nichtmitglieder zu diagnostischen und aktuellen Themen wissenschaftlich up to date zu bleiben, Spezifikationslisten von ExpertInnen für Supervision, Traumapsychotherapie, Gutachtertätigkeiten etc. können über den Verband bezogen werden. Eine PsychotherapieERSTberatungs- und Infostelle steht für Interessiere und Betroffene kostenfrei zur Verfügung, ebenso wie PsychotherapieERSTberatungsstellen an diversen Bezirksämtern in Wien an denen VÖPP Mitglieder beraten und über Psychotherapie informieren. Eine Beschwerdestelle nimmt Patientenbeschwerden entgegen.

Terminaviso: Podiumsdiskussion "Burnout - Krankheit oder Modeerscheinung?"

Am Samstag, den 13. April, 18.00 Uhr, im Novomatic Forum in Wien.

Wien (OTS/VOEPP) - Im Zuge der Publikumsmesse "Die Seele brennt. Burnout und Überforderung", am Samstag, den 13. April 2013 im Novomatic Forum in Wien, findet die Podiumsdiskussion zum Thema "Burnout - Krankheit oder Modeerscheinung?" mit ExpertInnen aus verschiedenen Fachbereichen statt.

Am Podium diskutieren:

Dr. Lisa Tomaschek-Habrina, MSc, Psychotherapeutin, Lehrbeauftragte
Dr. Jutta Fiegl, Präsidentin der Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten
Dr. Arno Sommeregger, Arzt für Allgemeinmedizin
Dr. Ines Stamm, Psychotherapeutin
Mag. Bernd Bruckmann, Diplomtrainer für Burnout-Prävention
Kristin Gasser, NIA Teacher und Tanztrainerin
Isabell Czarnecki De Czarnce, Sängerin

Mehr Informationen finden Sie unter: www.psychotherapiemesse.at/

Im Anschluss der Podiumsdiskussion gibt es die Möglichkeit zu Interviews mit den DiskussionsteilnehmerInnen und anwesenden ReferentInnen.

Podiumsdiskussion "Burnout - Krankheit oder Modeerscheinung?" Datum: 18.04.2013, um 18.00 Uhr Ort: Novomatic Forum Wien, Friedrichstrasse 7 (vis à vis der Secession), 1010 Wien

Kostenlose Publikumsmesse "Die Seele brennt. Burnout und Überforderung" Zahlreiche Vorträge und Live-Acts Datum: 18.04.2013, 10.00-19.00 Uhr Ort: Novomatic Forum Wien, Friedrichstrasse 7 (vis à vis der Secession), 1010 Wien

"Die Seele brennt" : Publikumsmesse zu Burnout und Überforderung

Wien (OTS/VOEPP) - Wien, 25. März 2013 - "Aus kleinen Funken kann ein großes Feuer entstehen", besagt ein Sprichwort. Diese Worte lassen sich auch auf die psychische Erkrankung "Burnout" übertragen: die Betroffenen erkennen meist erst spät, dass ihre Seele und in weiterer Folge ihr Körper aufgrund von andauernder Überforderung "ausbrennt". Über präventive Maßnahmen und effektive Behandlungsmethoden ist vielfach nicht genügend bekannt. Dies nimmt sich die Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP) zum Anlass und veranstaltet am Samstag, den 13. April 2013 im Novomatic Forum in Wien, die Publikumsmesse "Die Seele brennt. Burnout und Überforderung". Den Ehrenschutz für diese Veranstaltung übernehmen Rudolf Hundsdorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz und Mag. Sonja Wehsely, Wiener Stadträtin für Gesundheit und Soziales.

Spannende Vorträge rund um das Thema Burnout

Im Zuge von Expertenvorträgen wird Interessierten und Betroffenen bei dieser Publikumsmesse aufgezeigt, wie man ein Burnout Risiko frühzeitig erkennt, welche vorbeugenden Maßnahmen gesetzt werden können und welche Behandlungsmethoden den Betroffenen zur Verfügung stehen. Ein weiterer Schwerpunkt der kostenlosen Veranstaltung liegt darin zu vermitteln, wie Bewegung den Genesungsprozess von Betroffenen unterstützen kann. Dazu werden nicht nur umfassende Vorträge angeboten, sondern ein ehemals Betroffener wird im Zuge einer sechsstündigen Non-Stop-Ergometer Fahrt vor Ort aufzeigen, wie wichtig Bewegung ist und wie sie ihn dabei unterstützt hat, seine eigene Erkrankung zu "besiegen". Die Themenpalette der Veranstaltung spannt sich von der Bewegung als Prävention bis hin zu Stressabbau, Behandlungsmanagement, Lachyoga und der Fragestellung, wie man am Arbeitsplatz fit und gesund bleibt.

Kostenlose Beratungsgespräche mit Burnout ExpertInnen und PsychotherapeutInnen

Darüber hinaus besteht vor Ort auch die Möglichkeit, im entspannten Ambiente ein therapeutisches Gespräch mit PsychotherapeutInnen und Burnout-ExpertInnen zu führen. Es werden auch umfassende Informationen über die unterschiedlichen Aufgaben, Angebote, Bereiche und Organisationsformen der Psychotherapie vermittelt, um die Bevölkerung über die Möglichkeiten und Methoden psychotherapeutischer Behandlung zu informieren, Schwellenängste abzubauen und Beratungsstellen, welche diverse Unterstützungen in diesem Bereich anbieten, zu präsentieren.

"Es ist uns ein besonders Anliegen aufzuzeigen, welche Rolle die Psychotherapie im Berufsleben und in der gesamten Wirtschaft bei der Prävention und Behandlung von Burnout einnehmen kann. Wir wollen allen Wienerinnen und Wienern im Zuge von Expertenvorträgen und Diskussionen die Möglichkeit bieten, sich umfassend zu diesem aktuellen Gesundheitsthema zu informieren. Darüber hinaus sind die kostenlosen Beratungsgespräche mit erfahrenen PsychotherapeutInnen eine einmalige Gelegenheit, um zu erkennen, inwieweit man selbst von Burnout gefährdet ist bzw. wie man der Erkrankung effektiv vorbeugen kann", erklärt Dr. Jutta Fiegl, Präsidentin der Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten.

Alle Vortragsthemen und ReferentInnen unter: www.psychotherapiemesse.at

Über VÖPP

Die VÖPP ist ein Berufsverband von PsychotherapeutInnen, gegründet 2009 in Wien. Die Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten versteht sich als Gesprächs- und Diskussionsplattform für PsychotherapeutInnen, PolitikerInnen und angrenzende Berufe, u.a. mit dem Ziel in Österreich mehr finanziell leistbare Psychotherapie zu installieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darin, den Nutzen von Psychotherapie für die Wirtschaft aufzuzeigen. Ein breitgefächertes Angebot an Fort- und Weiterbildung ermöglicht es, den Mitglieder und Nichtmitglieder zu diagnostischen und aktuellen Themen wissenschaftlich up to date zu bleiben, Spezifikationslisten von ExpertInnen für Supervision, Traumapsychotherapie, Gutachtertätigkeiten etc. können über den Verband bezogen werden. Eine PsychotherapieERSTberatungs- und Infostelle steht Interessierten und Betroffenen kostenfrei zur Verfügung, ebenso wie PsychotherapieERSTberatungsstellen an diversen Bezirksämtern in Wien, in denen VÖPP Mitglieder beraten und über Psychotherapie informieren. Eine Beschwerdestelle nimmt Patientenbeschwerden entgegen.

Nähere Informationen unter: www.voepp.at

~ Rückfragehinweis: Mag. Pamela Paulic, MA Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP) Tel. 0676/900 09 42 e-mail: presse@voepp.at www.psychotherapiemesse.at ~

OTS-Text - Psychotherapeuten begrüßen Schelling-Vorstoß für mehr Psychotherapie

Die Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP) begrüßt ausdrücklich die Ankündigung des Hauptverbands-Präsidenten Hans-Jörg Schelling, die bestehende psychotherapeutische Versorgung der österreichischen Bevölkerung weiter auszubauen.

„Investitionen in Psychotherapie sind Investitionen in eine nachgewiesenermaßen wirksame Behandlungsform, die bisher für die Mehrheit der Menschen in diesem Land nur sehr schwer leistbar war. ", sagt Jutta Fiegl, Präsidentin der Berufsvertretung der PsychotherapeutInnen.

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche internationale Studien deutlich gemacht, dass der Einsatz von Psychotherapie sowohl für psychisch erkrankte Menschen als auch im restlichen Gesundheitswesen hochwirksam ist und teilweise dramatische Einsparungen mit sich bringt. Darüber hinaus bringt die Psychotherapie auf dem Sektor der Gesundheitsprävention genau jene erfolgreichen Ergebnisse, die aktuell dringend von Betroffenen und Wirtschaft eingefordert werden. "Die Finanzierung der psychotherapeutischen Versorgung ist daher ein nicht länger aufschiebbarer Schritt" sagt Jutta Fiegl, „ genau so wie der von der VÖPP mehrfach geforderte „Psycho-Check“ als Teil der Gesundenuntersuchung. Er soll das Erkennen psychischer Belastungshinweise für den Betroffenen erleichtern und ihm auf diese Weise die rechtzeitige Inanspruchnahme von gesund erhaltenden Maßnahmen im Rahmen psychotherapeutischer Behandlung ermöglichen.

Psychotherapie ist ein zentraler Wirkfaktor für die Erhaltung und Verbesserung der Gesamtgesundheit der Bevölkerung. Die Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten betrachtet die Ankündigung des Hauptverbandspräsidenten als Signal, diesem Faktum Rechnung zu tragen.

Dr. Jutta Fiegl,
Dr. Heiner Bartuska, 0699 14 78 61 70,
Mag.Dr. Eva Schebach,
Elisabeth Töpel, Tel: 0664/9223222

VÖPP Präsidium

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Zur Psychischen Gesundheit: Strategiepapier der Sozialversicherungsträger vom 13.11.2012

Wien (OTS) - Das neue Strategiepapier der Sozialversicherungsträger ist vorbildlich und kann nur unterstützt werden. Die Pläne und Schwerpunkte zu Prävention, therapeutischer Versorgung und Verringerung der Frühpension sind angesichts steigender Krankenfälle vernünftig und realistisch.

Die Forderung nach zusätzlichen finanziellen Mitteln berücksichtigt jedoch nicht die enormen Einsparungsmöglichkeiten, die sich durch Psychotherapie ergeben: 3 Überblicksstudien beruhend auf über 300 vorliegenden wissenschaftlichen Arbeiten seit 1967 weisen nach, dass Psychotherapie den Sozialversicherungen ein Einsparungspotential pro Person zwischen 4.000,- und 8.000,- Euro bringen kann (Verringerung der Krankenstandstage, Medikamente, Frühpensionskosten, Arztbesuche etc.).

Dies umso mehr, je länger in der Psychotherapie an den Problemlösungen und Konfliktregelungen gearbeitet wird, weil dadurch die Rückfälle reduziert werden.

Die Kosten für Psychotherapie benötigen also höchstens eine Zwischenfinanzierung.

Der Verband Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP) unterstützt daher die Arbeit der Sozialversicherungsträger.

Präsidium der VÖPP, Dr. Jutta Fiegl, Dr. Heinrich Bartuska, Dr. Eva Schebach, Elisabeth Töpel

Burn-Out und andere psychische Erkrankungen:

Wien (OTS) - Die Diagnose Burn-out ist eine heute sehr häufig gestellte. Zum Einen, weil tatsächlich berufliche oder private Überforderung dieses Krankheitsbild auftreten lässt, zum Anderen, weil es oft auch als sozial verträglicher Sammelbegriff für andere psychische Störungen benützt wird.

Eine Studie des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger ergab, dass 900.000 Menschen im Jahr 2009 Leistungen der Krankenkassen wegen psychischer Leiden erhielten, dass 20% aller Frühpensionen ihre Ursache in psychischen Gründen haben und dass Krankenstände aus psychischen Gründen ständig steigen. Es ist eine volkswirtschaftliche bedenkliche Tatsache, dass die Dauer von Krankenständen aus psychischen Gründen mit 40 Tagen erheblich höher ist als jene mit körperlichen Diagnosen, die durchschnittlich 11 Tage dauern.

Psychische Erkrankungen beziehungsweise Risikofaktoren oder erste Anzeichen sind häufig nicht durch einmalige Arztbesuche oder Tests zu identifizieren, sondern benötigen professionelle psychotherapeutische Diagnosegespräche. Dies erhärten auch Daten des Hauptverbandes, die ergeben, dass viel Geld für Psychopharmaka ausgegeben wird, es sich dabei jedoch zu einem hohen Prozentsatz um Einmalverschreibungen handelt.

Die Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP) weist daher dringend auf die Notwendigkeit der rechtzeitigen Diagnostik hin. Völlig zurecht wird immer wieder auf die Wichtigkeit der Vorsorge somatischer Erkrankungen hingewiesen, ein Fortschritt war die Einführung der Gesundenuntersuchung. Die VÖPP sieht eine Chance der Früherkennung darin, psychotherapeutische Diagnosegespräche als weitere Leistung in die Gesundenuntersuchung mit einzubeziehen.

Ebenso bietet die VÖPP Zusammenarbeit mit Betrieben an, Informationen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Aufrechterhaltung psychischer Gesundheit zu geben, als auch Gespräche zur Diagnostik zu führen.

Geld sparen im Gesundheits- und Sozialwesen durch Psychotherapie

Der Mythos "Psychotherapie bringt nichts und kostet nur Geld!" ist über jeden vernünftigen Zweifel hinaus widerlegt.

Wien (OTS) - Zwtl.: Kostenersparnis durch Psychotherapie im Gesundheits- und Sozialwesen

Die Ersparnis pro Person beträgt zwischen Euro 4.000,- und Euro 8.000,- im Durchschnitt.

In über 300 Studien und Überblicksstudien in Deutschland, der Schweiz und den USA wurden wissenschaftliche Nachweise erbracht, dass Psychotherapie nicht nur einen beträchtlichen Nutzen für die Gesundung und Gesunderhaltung der Patienten sondern auch eine beträchtliche Kostenersparnis für das Gesundheitswesen bringt. Die Ersparnis durch Psychotherapie bei Spitalsaufenthalten, Krankenständen, Arzt- und Medikamentenkosten sowie Arbeitslosigkeit und Invaliditätspension ist nachgewiesen und beträgt zwischen Euro 4.000,- und Euro 8.000,- im Durchschnitt.

Der Mythos "Psychotherapie bringt nichts und kostet nur Geld!" ist über jeden vernünftigen Zweifel hinaus widerlegt. Allerdings tritt der Ersparniseffekt für das Gesundheits- und Sozialwesen frühestens nach 6 Monaten (kurze Psychotherapien), spätestens nach 3 Jahren (längere Psychotherapien)ein, steigt aber - je länger in der Psychotherapie gearbeitet wird - bis zu 6 Jahren nachhaltig weiter an.

Eine Zusammenfassung und Literaturübersicht (Bartuska) liegt vor. www.voepp.at/mitglieder/fachartikel/

Pressekonferenz: "Geld sparen im Gesundheits- und Sozialwesen durch Psychotherapie"

Gesprächspartner:
- Uni. Prof. Dr. Gernot Sonneck, Suizidverhütungsforscher
- Dr. Jutta Fiegl, Präsidentin der VÖPP, Vizerektorin der SFU
- Dr. Heinrich Bartuska, Vizepräsident der VÖPP

Anmeldung und Informationen:
Dr. Heiner Bartuska / Tel.: 0699 14 78 61 70 /
e-Mail: heinrich.bartuska@chello.at
Datum: 30.5.2012, 10:00 - 11:00 Uhr
Ort: Cafe Landtmann, Bel Etage
Oppolzergasse 6, 1010 Wien

VÖPP eröffnet gratis Erstberatungs- und Infostelle für Psychotherapie

1090 Wien (OTS) - VÖPP eröffnet gratis Erstberatungs- und Infostelle für Seelische Gesundheit

Welche psychotherapeutischen Angebote gibt es?
Wann ist es sinnvoll, eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten aufzusuchen?
Was erwartet mich in einer Psychotherapie?
Was ist der Unterschied zwischen einer Einzel- und einer Gruppenpsychotherapie, einer Paar- und einer Familienpsychotherapie?
Welche Kosten entstehen durch eine Psychotherapie?
Welche Voraussetzungen sind notwendig für eine teilweise oder ganze Kostenübernahme?
Wie komme ich zu einem Erstgespräch?

Engagierte Experten der jungen Interessensvertretung VÖPP, Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, stehen Hilfesuchenden ab sofort zur kostenfreien Erstberatung zur Verfügung.

Damit ist "der erste Schritt zum Klienten getan", so die Präsidentin der VÖPP, Dr. Jutta Fiegl.

Durch ihre aktive Präsenz in der berufspolitischen Landschaft steht die Vereinigung und ihre Mitglieder seit drei Jahren im Zentrum. Fokus der Berufsvertretung ist u.a. die Unterstützung und Weiterbildung für PsychotherapeutInnen und wird nun um die aktive Beratung Betroffener und Psychotherapie-Interessierter erweitert. Die neue Infostelle im neunten Wiener Gemeindebezirk ist Mittwoch und Freitag geöffnet.

Zusätzlich stehen erfahrene PsychotherapeutInnen für ebenso kostenlose Beratungsdienste an diversen Bezirksämtern zur Verfügung. www.voepp.at/verband/bezirksvertretung/
Beratungszeiten: Mittwoch 17.00 - 19.00 Uhr Freitag 10.00 - 12.00 Uhr Terminvereinbarung : Tel Nr. 0676/ 455 61 90 Ort: 1090 Wien, Lustkandlgasse 3-5/Ecke Achamergasse, Lokal

WGKK stellt Einzelpsychotherapie in Wien ein!

Wien (OTS) - Die WGKK sperrt dem größten Versorgungsverband alle Neuanträge für kassenfinanzierte Einzel-Psychotherapie (627). Überfallsartig werden die Anträge von der WGKK nicht mehr angenommen. Vorrausichtlich bis zum Frühjahr 2013.

Das Präsidium der VÖPP protestiert energisch gegen den Druck und die "Sparmaßnahme" der WGKK zu Lasten der Patienten. Präsidentin Dr. Jutta Fiegl: "Jahrelang arbeiten und kämpfen wir für Kassenpsychotherapie und plötzlich aus Budgetgründen ein STOP - eine Katastrophe für sozial bedürftige Patienten. Als ob über Nacht Herzoperationen eingestellt würden."

Die Kürzung betrifft in Wien 225.000 Patienten jährlich (aktuelle Studie des HVST), Tendenz stark steigend, die belastende und gefährliche (s. Sonneck G. 1997) psychische Erkrankungen erleiden - im Gegensatz zu den stagnierenden somatischen Erkrankungen.

War die Versorgung mit Psychotherapie aufgrund der restriktiven Kontingentierung schon bisher fragwürdig und ungerecht, versagt die WGKK nun noch mehr Beitragszahlern die vor 20 Jahren beschlossene, gesetzlich vorgesehene voll bezahlte Psychotherapie. Gerechtigkeit - auch in Zeiten wie diesen - sieht anders aus.

Sonneck Gernot (Hg.): Krisenintervention und Suizidverhütung. Facultas, Wien 1997 (4)

PK am 12.10.2010 um 10.00 Uhr anläßlich der 9. Publikumsmesse über Psychotherapie

Wien (OTS) - Die Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP) lädt anläßlich der 9. Publikumsmesse über Psychotherapie ("Seeliges Wien", 16.10.2010 im Wiener Rathaus) ein.

Thema: "ANGST in the City" - Ängste, Beziehung und Sexualität in den verschiedenen Lebenszyklen und gesellschaftlichen Kontexten. Diskutieren Sie mit unseren ExpertInnen über die verschiedenen Facetten von Partnerschaft, Beziehung und Sexualität deren Problematiken und Bewältigungen.

Datum: 12.10.2010, um 10:00 Uhr
Ort: Café Prückel
Stubenring 24, 1010 Wien

Informationsmesse: Seeliges Wien - 9. Informationsmesse über Psychotherapie

Samstag 16. Oktober 2010 von 9.00 - 17.30 Uhr / In der Volkshalle des Wiener Rathauses

Wien (OTS) - Die Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten(VÖPP) veranstaltet am 16.Oktober 2010 im Rathaus von 9.00-17.30 Uhr seine jährliche Psychotherapiemesse "Seeliges Wien" mit dem heurigen Schwerpunktthema "ANGST in the City". Freier Eintritt.

Ziel der Veranstaltung ist es, die Wiener Bevölkerung über die Möglichkeiten und Methoden psychotherapeutischer Behandlung zu informieren, Schwellenängste abzubauen und Beratungsstellen, wo diverse Unterstützungen stattfinden, zu präsentieren.

Die Informationsstelle des VÖPP, Psychotherapie-Ausbildungsvereine und Beratungsstellen werden diverse Informationen über Psychotherapie anbieten. Es wird Kurzvorträge zum Thema Angststörungen und Angsttherapie, Mobbing in Beruf und Schule, sowie Depression geben. Videos und Broschüren zu allgemeinen Fragen psychotherapeutischer Behandlung: wie z.B. Wem kann Psychotherapie helfen, wieviel kostet sie, unter welchen Bedingungen sind Zuschüsse von der Krankenkasse möglich ,wie verläuft ein Erstgespräch, Therapiedauer usw. runden das Angebot ab.

Über 7000 BesucherInnen informierten sich bei der letzten Psychotherapiemesse über das vielfältige psychosoziale und psychotherapeutische Angebot. Besonders erfreulich war, dass die meisten BesucherInnen keine Insider waren, sondern oftmals zum ersten Mal durch persönliche Gespräche Möglichkeiten der Seelenbehandlung kennen lernen konnten.

Müssen AusbildungskandidatInnen die Lücke im Gesundheitssystem füllen?

Wien (OTS) - Der neue psychotherapeutische Bereitschaftsdienst, gegründet von PsychotherapeutInnen in Ausbildung, bringt die dahinterstehenden Probleme ans Licht. "So sehr wir das Engagement begrüßen, es hat einen Januskopf", sagt Dr. Jutta Fiegl, Präsidentin der Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, VÖPP. "Die AusbildungskandidatInnen können nicht alleine die Lücke im Gesundheitssystem füllen."

Die Lücke besteht darin, dass PatientInnen, die dringend professionelle Hilfe benötigen, mit langen Wartezeiten konfrontiert werden. Rasche Hilfe im Akutfall ist oft nicht möglich, weil es zu wenige Psychotherapieplätze auf Krankenschein gibt. Selbst wenn die Betroffenen die Wartezeit durchgehalten haben, gibt es viel zu wenige Behandlungsstunden auf Krankenschein.

Jetzt haben engagierte PsychotherapeutInnen, die noch in Ausbildung sind, einen Bereitschaftsdienst für akute Fälle gegründet; in Eigeninitiative. Unter engmaschiger Supervision bei erfahrenen LehrtherapeutInnen absolvieren sie in diesem Bereitschaftsdienst ihren "Turnus". Im Zuge dessen bieten sie diese Stunden zu einem sehr günstigen Tarif an, da sie Teil ihrer praktischen Ausbildung sind.

Wer eine Psychotherapieausbildung macht, muss neben der langen, selbstfinanzierten Ausbildung ein unbezahltes Praktikum durchlaufen und unbezahlte Praxisstunden leisten. In diesen Praxisstunden, die gesetzlich vorgeschrieben sind, muss bereits qualifizierte Arbeit geleistet werden. Auch viele Non-Profit-Institutionen, die psychotherapeutische Hilfe anbieten, können ohne PsychotherapeutInnen in Ausbildung unter Supervision ihren Betrieb kaum aufrechterhalten.

Damit füllen AusbildungskandidatInnen eine Lücke, die eigentlich vom Gesundheitssystem geschlossen werden muss. VÖPP fordert deshalb, dass diese Praktikumsstunden ganz grundsätzlich honoriert werden.

Dieser Bereitschaftsdienst für Akutfälle ist grundsätzlich Aufgabe der Krankenkassen. Die Kassen profitieren davon, wenn sie psychische Erkrankungen ernst nehmen und einen Bereitschaftsdienst zur Verfügung stellen: Denn je kürzer die Wartezeiten dauern, umso kürzer dauert auch der Krankenstand, umso geringere Kosten verursacht die Behandlung. Und umso früher kehren die Betroffenen an ihren Arbeitsplatz zurück. Der Bereitschaftsdienst kann generell eine Anlaufstelle für weitere kurzfristige Termine zu sozialen Preisen sein, als Servicestelle für beide Seiten.

Die PsychotherapeutInnen in Ausbildung haben eine wichtige Möglichkeit zur Erstversorgung geschaffen. "Doch sie können nicht eine Situation retten, die grundsätzlich nach ausreichender psychotherapeutische Versorgung ruft. Sie können sie nur verbessern", so Jutta Fiegl.

VÖPP, die Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, wurde 2009 als neue Kraft für die Psychotherapieentwicklung in Österreich ins Leben gerufen. Der Verband hat sich zum Ziel gesetzt, bedarfsorientiert für die tätigen Kolleginnen und Kollegen zu arbeiten, deren Interessen zu vertreten und dabei Bewährtes mit Neuem zu verbinden. Die VÖPP veranstaltet Referate zu fachlichen und berufspolitischen Themen und lädt ihre Mitglieder zum Mitgestalten ein. Neben Fort- und Weiterbildung komplettieren Rechts- und Praxisgründungsberatung das umfassende Mitgliederservice.

Die VÖPP ist Veranstalterin der erfolgreichen Psychotherapiemesse "Seeliges Wien", die am 16.10.2010 zum Thema "Angst in the City" wieder im Wiener Rathaus veranstaltet wird. www.voepp.at

Das Präsidium: Dr. Jutta Fiegl, Dr. Heinrich Bartuska, Mag. Eva Schebach, Elisabeth Töpel

Gesundheits-Check für die Seele statt Frühpension

Wien (OTS) - Die alarmierende Zahl von bereits 30% Frühpensionierungen aus psychischen Gründen erfordert schnelles Handeln. Der Ruf nach der Einführung eines seelischen Gesundheits-Checks wird immer lauter. "Wenn die Ursachen frühzeitig erkannt und behandelt werden, kann ein großer Teil der Frühpensionen verhindert werden", ist Dr. Heiner Bartuska, Vizepräsident der VÖPP, der Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, überzeugt.

Der Anteil der Frühpensionen aus psychischen Gründen hat sich in den letzten 15 Jahren nicht nur verdreifacht, sondern wird sich weiter dramatisch erhöhen, wenn die bekannten Ursachen nicht endlich ernst genommen werden. Der Druck am Arbeitsplatz entsteht nicht
zuletzt auch durch Führungsverhalten, das massive zwischenmenschliche Probleme auslöst. Wenn jemand diesem Druck täglich und langfristig ausgesetzt ist, sind Mobbing, Depression, Burnout und Psychosomatik die Folgen. Bereits 45jährige suchen um Frühpension an.

"Eine Möglichkeit, hier sofort entgegenzuwirken, ist die Einführung eines Gesundheits-Checks für die Seele", fordert Heiner Bartuska.

Das Modell könnte folgendermaßen funktionieren: Wenn ein Arbeitnehmer mehr als vier bis sechs Wochen krankgeschrieben ist, lädt die Krankenkasse zu einem psychotherapeutischen
Beratungsgespräch ein. In einer Diagnosestunde werden durch gezielte Fragen eventuelle seelische Ursachen hinter der organischen Erkrankung aufgespürt. Behandlungsmöglichkeiten werden aufgezeigt und gemeinsam besprochen.

Wichtig ist, dass die Vorsorge kostenfrei erfolgen kann, denn psychische Erkrankungen und Armut gehören oft zusammen.

"Wenn die Krankenkasse das Kontingent an kostenlosen Psychotherapiestunden entsprechend erhöht, wird das durch die Einsparung an Medikamenten, Arztkosten und Pensionszahlungen mit großer Wahrscheinlichkeit kostenneutral sein," erwartet Heiner
Bartuska. Je früher die Diagnosestunden eingesetzt werden können, desto besser die Behandlungschancen.

Diese unmittelbaren Maßnahmen für die Betroffenen müssen durch Präventionskonzepte in den Unternehmen selbst begleitet werden, wie es Gesundheitsminister Alois Stöger und Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl aktuell thematisieren. Für die Selbständigen soll es ab 2011 psychotherapeutische Vorsorge zur Stressbewältigung geben.
Die VÖPP ist bereit an der Erstellung eines Präventionskonzeptes mitzuarbeiten.

Warum Missbrauch gerade in der Kirche so häufig vorkommt.

Wien (OTS) - Mit ihrem autoritären und geschlossenen System birgt die Kirche in mehrfacher Hinsicht ein Risiko für Missbrauch. Vor Beginn der Ausbildung zum Priesterberuf sollte die psychische Eignung abgeklärt werden. Das wäre ein klares Signal in die Öffentlichkeit. Begleitende Persönlichkeitsreflexion während der Priesterausbildung
zur Vorbereitung auf die zukünftigen Aufgaben, empfiehlt Dr. Jutta Fiegl, Präsidentin der VÖPP, Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten..

Der "Risikofaktor Missbrauch" besteht nicht nur bei Priestern, sondern bei allen Berufsgruppen, die intensiven und langen Kontakt zu Kindern haben, wissen Experten, die auf dem Gebiet der sexuellen Gewalt forschen. Diese Berufsgruppen sind überdurchschnittlich gefährdet. Wie hoch das Risiko tatsächlich ist, hängt von der
Persönlichkeit des Einzelnen und von seiner emotionalen Stabilität ab. Mangelnde Belastbarkeit und eigene disziplinäre Probleme stellen bereits ein Risiko dar. Wer selbst missbraucht wurde, hat einen noch höheren Risikofaktor, zum Täter zu werden. Täter zeigen sich im Persönlichkeitsprofil eher ängstlich im Umgang mit anderen, haben ein
negatives Bild von anderen, aber auch von sich selbst. Auffällig ist, dass bei ihnen überwiegend ein unsicherer Bindungsstil festgestellt werden kann.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass gerade Menschen, die emotional unsicher sind, sich vom autoritären Gefüge der Kirche, das ihrem eigenen ähnlich ist, angezogen fühlen. In der Hoffnung, dort den vermissten Halt und einen gewissen Schutz zu finden. Sie ordnen
sich dem Gehorsam fordernden Machtsystem unter und fordern das auch von ihren Schützlingen, denen gegenüber nun sie in der Machtposition sind. In einem Klima, in dem Sexualität tabuisiert wird, in dem es nur "Richtig" oder "Falsch" gibt, in dem Abgeschlossenheit nach außen wichtig und Gebote und Gehorsam ein hoher Wert ist, können leicht unterdrückte Gefühle und psychische Belastungen entstehen. Das
erzeugt Druck, und Druck sucht nach Entladung. Zum Beispiel durch Missbrauch von Abhängigen.

Es wäre sehr wichtig, vor Beginn der Ausbildung zum Priester Eignungsgespräche zu führen in denen die psychische Eignung, die Belastungsfähigkeit, die Motivation der Berufswahl, die persönliche Selbsteinschätzung und die Vorstellungen über das zukünftige
Berufsbild klargestellt werden können.

Auch Sexualität und der Umgang mit ihr müssen offen thematisiert werden: Eventuelle sexuelle Erfahrungen des zukünftigen Priesters, deren Stellenwert für ihn und seine konkrete Vorstellung von einem zölibatären Leben.

"Während der Ausbildung sollte Persönlichkeitsreflexion fixer Bestandteil sein", so Dr. Jutta Fiegl, die Präsidentin VÖPP. "Gerade weil Priester immer wieder mit Menschen in Ausnahmesituationen oder Krisen zu tun haben, müssen sie auf diese Verantwortung vorbereitet werden und lernen, wie sie sich abgrenzen können."

Das Ziel der begleiteten Reflexion ist, die eigene Entwicklung und die eigenen Beziehungen zu erkennen, eigene Stärken und Schwächen, Fähigkeiten und Grenzen auszuloten. Und auch später, in der Zeit der Berufsausübung, kann eine regelmäßige Supervision klärend und
hilfreich sein.

Zwanzig Jahre Psychotherapie-Gesetz

Pressetermin und Geburtstagsbrunch: 20 Jahre Psychotherapiegesetz in Österreich

Wien (OTS) - Am 07.06.1990 wurde das Österr. Psychotherapiegesetz verabschiedet.

Es ist geplant, mit einer hochkarätigen Expertenrunde am Runden Tisch über die Entwicklung des Gesetzes und dessen aktuelle Auswirkungen zu plaudern, wobei einzelne Experten auch für Interviews zur Verfügung stehen.

Als Diskutanten und Interviewpartner sind anwesend:

  • Harald ETTL, 1992 Gesundheitsminister im BMGSK
  • Dr. Alfred Pritz, Psychoanalytiker, Publizist, Herausgeber undGründungsrektor der Sigmund Freud Privatuniversität, Präsident
    des World Council for Psychotherapy
  • Dr.med.univ. Gernot Sonneck, Facharzt für Psychiatrie,Neurologie, Psychotherapeut, Vorstand des Institutes für
    Medizinische Psychologie der medizinischen Fakultät Wien.
  • Univ.Prof.Dr. Elisabeth Jandl-Jager, Universitätsdozentin,Soziologin, Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin, Leiterin div.
    Universitätslehrgänge
  • Dr. Heinrich Bartuska, Psychotherapeut, Psychologe, Supervisor,Trainer
  • Dr. Michael Kierein, Autor zweier Entwürfe zumPsychotherapiegesetz
  • Dr. Norbert Wissgott, Arzt und Verfasser der Masterthesis "DieInteressenskonflikte bei der Entstehung des österreichischen
    Psychotherapiegesetzes (September 2009)

Zu wenig psychotherapeutische Hilfe für Opfer

Wien (OTS) - Es gibt zu wenig bezahlte Psychotherapieplätze für Kinder, Jugendliche und Familien. Zur Prävention gehört auch, dass rechtzeitig, wenn Probleme in Familien auftreten oder Kinder Auffälligkeiten zeigen, schnell professionelle Hilfe bereit gestellt werden kann.

Die Vereinigung Österreichischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VÖPP) kämpft immer wieder einen ziemlich aussichtslosen Kampf um die flächendeckende Versorgung mit Kassenplätzen. Es scheitert immer an den zur Verfügung stehenden
Geldmitteln. Es gibt keinen Gesamtvertrag für psychotherapeutische Heilbehandlung, somit auch keine Wahlpsychotherapeuten, die die Not an Therapieplätzen etwas mildern würden, Es wäre zumindest möglich, einen höheren Prozentsatz der Therapiekosten von der Kasse refundiert zu bekommen. Derzeit gibt es statt genügend Kassenplätzen nur die
Möglichkeit eines Zuschusses, der seit 1991 gleich geblieben ist!

Ein breiter Schulterschluss ist begrüßenswert und notwendig, allerdings müssen auch die Mittel und Möglichkeiten bereit gestellt werden, um tatsächlich sowohl in der Prävention als auch in der Behandlung Hilfestellung anbieten zu können.

Die VÖPP führt eine Liste von ExpertInnen, die speziell beim Thema Kindesmissbrauch Hilfestellung anbieten. Es wäre auch gut, die VertreterInnen der Berufsgruppe der PsychotherapeutInnen in die Expertengremien mit ein zu beziehen.

Es wäre wünschenswert, dass endlich wirklich Konsequenzen gezogen werden und es nicht nur bei Lippenbekenntnissen bleibt, die medienwirksam kurzzeitig Thema sind, danach wieder verschwinden bis zum nächsten Ereignis.